Politische Bildung, Teil 1 – Nieder mit der Schwurbelsprache!

Akademisierte Diktion ist schon seit zahlreichen Temporalintervallen ein exorbitant importanter Problemfall. Das Gros der progressiven Zusammenschlüsse ignoriert dieses Faktum jedoch, obschon bereits im Primarsatz dieses Textes auf ebendiese Causa verwiesen wurde.

Es muss angedacht werden, dass es von geradezu substanzieller Relevanz ist, sich einer Artikulations-Methodik zu bedienen, die für die Adressierten über das Wahrnehmen akustischer Signale hinaus interpretierbar ist – doch genau an an dieser theoretischen Lokalität schlägt die radikale Linke kontinuierlich fehl. Dieses Faktum ist kontradiktorisch, setzt man die Intention voraus, die eigenen Thematiken in hoher Quantität in der Gesellschaft zu multiplizieren, um die eigenen politischen Destinationen pro-perspektivisch in die Praxis transformieren zu können – eine Linke, die nicht auf dieser Intention basiert, existiert lediglich zur kollektiven Auto-Radifikation.

Es scheint jedoch ein neo-akademischer Fetisch vorzuherrschen, der diesen Gedanken persistent verunmöglicht; die neurotische Glorifizierung dieser exklusiven Linguistik wird somit zum Indikator für die Qualität mikro- und makropolitischer Agitation. Hier liegt ein signifikanter artikulativer Fehlgriff vor. Dieser Text soll einen Kontrapunkt zu hierzu darstellen und aufzeigen, dass ein kompliziertes Faktum auch simplifiziert wiedergegeben werden kann, ohne dabei verkürzt zu erscheinen. Eventuell eruieren sich hierdurch innovative Perspektiven, wie dieses kognitiv dissonante Problem zukünftig thematisiert und kohärent bewältigt werden kann. Primär muss sich hierfür mit der Wahl der eigenen Diktion beschäftigt werden, um eine adäquate Akkomodation selbiger zu erreichen. Hierfür könnten exemplarisch einzelne verklausulierte Begriffe durch umgangssprachliche Äquivalente substituiert werden. Potentiell könnte die Gründung hierauf spezialisierter Gremien in den einzelnen Organisationen subsidiär sein.

Kopfstand #42

+++ Wie immer Lesung mit Musik +++ Special Guest: Esels Alptraum +++ Was bisher geschah:

„Die Operation Feldsalat ist in vollem Gange. Ist klar. Sie wurde ja im Kopfstand 41 gestartet. Ist also noch gar nicht so lange her. Haben ja auch ein paar Leute mitbekommen. Schreiben wir hier trotzdem nochmal hin. Damit alle bescheid wissen.

Ansonsten: Nervenauf- und Sinnesüberbrüche, abgebrochene Unterbrechungen, aufgebrochene Zusammenbrecher, überbrüchige Verbrechen, zwischengebrochene Gebrechen und Brecht.“

07.11.19 – 20:00 – Supamolly

Kopfstand #41

„Aus den Trümmern eines mal dagewesenen Techno-Kunst-Cafés erheben sich einige Personen, manche bleiben aber auch liegen. Dazwischen hängt ein Typ in der Luft, aber nicht lange, nur so lange, wie man braucht, um mit einem Motorrad über zwanzig Busse zu springen; und zwar, weil man sich davon die Auflösung seiner Komplexe verspricht.
Eine andere trägt darunter ihre eigene Hand in der Hand und hofft auf Genesung, während eine noch ganz andere sich auf die Suche nach ihrem Inneren Plenum begibt (Om).
Manche türmen, manche jagen, alle stellen sich ziemlich blöd dabei an. Es gibt auch welche, die leiden unterm vertikalen Jojo-Effekt. Außerdem: Dinge im Halteverbot, Zeitlöcher, Wurmreisen, Salatblätter zwischen Zähnen, ein nordkoreanischer Sattelit namens „Unseres geliebten Führers wachsames Auge im Himmel kennt keinen Schlaf“. Dann gibt es da noch diese eine Figur, die noch niemand kennt. Und Galileo.“

03.10.19 – 20:00 – Supamolly


Kopfstand-Sommerpause, Audios, Festivals

Zurzeit ist viel los, das lässt sich ohne Übertreibung unanfechtbar in den Raum stellen. Kopfstand Staffel 5 und die Sonderfolge #40 sind über die Bühne gegangen, Texte wurden verlesen, Lieder wurden gespielt und Haare wurden geschnitten. Großen Dank an dieser Stelle an all unsere Gäste, an #besetzten, an Robert für die Fotos und natürlich an den Ton, das Licht, die Bar, den Einlass, die Kochcrew und die Abendverantwortlichen. Und überhaupt an das ganze Supamolly für diese tolle Saison! Schön ist es bei euch!

Wir werden nach und nach Aufnahmen unserer vergangenen Kopfstände veröffentlichen – wir beginnen an dieser Stelle mal mit dem 30. Kopfstand vom April 2018.

Außerdem spielen und lesen wir im Sommer als Kopfstand auf dem Seasite-Festival in Lietzen und beim Mellow Jam. Auf dem Tropen Tango werde ich mich mal an einem längeren Solo-Programm versuchen.

In diesem Sinne: Auf geht`s – wir sehen uns, wenn wir uns sehen!

Gib doch nicht das Übersprechen verdann

Gib mir ein Wort, ich reiß es fort an einen anderen Ort, wo ich es fort-während seziere, inszeniere und mit seinen Einzelteilen spiele, viele Worte wurden schon gesagt, nichts wurde gewagt, dafür sind wir zu zart, zu jung, zu alt und zu hart, schwer zu beschreiben, um beim Problem zu bleiben, mit den Gezeiten zeigen sich die Zeichen, die andere Zeichen mit der Zeit erweichen, nicht zu begreifen diese leichten Schwierigkeiten, die schwierige Keilereien nach sich ziehen, ziehen wir weiter, denn weiterhin zieht nichts, von nichts kommt immer was anderes, als das, was man denkt, denken wir doch mal an was Schönes, schön ist immer, das, was passiert, wenn man gerade was anderes macht, was, wenn wir etwas anders machen, macht uns das anders und was machen andere damit, da mitzukommen ist schwierig, aber möglich, möglicherweise schwierig, da hinzukommen, wo würden wir denn da hinkommen, wenn man das täte, täte das weh, Wehe-menz wäre wichtig und wehe, es klappt nicht, Verheißung, nichts Gutes oder was Schlechtes, heiß ist die Gutheißung der Schlechtmachung und die Gutmachung der Schlechtheit, Heiterkeit ist allzeit bereit und macht sich breit, man weiß nur nicht, wo, wo nicht die Heiterzeit breitkeit weiß, ist wo man nicht heißt, dass die Allheit bereits Verweisung bereitet, das leuchtet ein, oder, leuchte dir Einen rein oder lass es sein, sein Leuchten kann er mal schön sein lassen, es leuchtet so lass, dass Schönheit auf lange Sicht nicht sein kann, was sie verspricht, brich das Versprechen und dann übergib dich, gib doch nicht das Übersprechen verdann

Ist doch scheiße, jawohl.

Kopfstand #38

 Lesebühne mit Musik – 04.04.19 – Supamolly – Einlass:20:00 – Beginn: 20:30

„Wenn du Sadomaso willst und Larifari bekommst… Wenn du 37 ohne Curry bestellst, das aber die 73 wäre… Wenn du noch gar nicht weißt, dass du deinen Partner betrügst, dein Partner aber schon… Wenn dir plötzlich auffällt, was „Plenum“ eigentlich für ein komisches Wort ist… Wenn der nordkoreanische Geheimdienst dein Hausprojekt infiltriert…
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Kopfstand #37

Mit Sahara B, Der Papst, seine Frau und sein Porsche und Special Guests

Doors: 20:00
Show: 20:30

„Feministische Hirsche laufen durch die Welt und zeigen den echten Mackern ihr großes Geweih. Intellektuelle Elche trinken Rotwein und drücken sich so gewählt aus, dass sie niemand mehr versteht. Wütende Elchkühe langweilen sich auf einem Plenum. Verliebte Hirschkühe brauchen Nachhilfe in Realitätsstudien und erweisen sich als schwerer Fall. Ehemalige Ordnungsamtbeamte hadern zwischen Anarchie und dem absoluten Halteverbot. Ehemalige Auftragskiller kommen von einem Auftrag zurück, der nicht das war, was er zu sein schien. Alleinerziehende Mütter haben Wölfe als Mitbewohnis und sind einer politischen Verschwörung auf der Spur. Einsame Computernerds wagen den Ausbruch aus der Kellerwohnung und suchen einen koreanischen Übersetzer auf.
Und die Welt dreht sich weiter. Wir wissen nur nicht, wohin.“

https://kopfstand.blogsport.de

Kopfstand 36

Am 7.2.19 – Einlass 20Uhr – Beginn 20:30

Ein Künstler-Elch tritt sein Stidpidem… Stipidu… Stipendidium an und versucht, bei einigen Crust-Punker-Wildschweinen ein Glas Rotwein zu bestellen.
„Erstmal Abstand“, sagt das Wildschwein.
Teile des Ordnungsamtes arbeiten für den nordkoreanischen Geheimdienst und sind dabei auf wundersame Weise in eine ominöse Politgruppe geraten.
„Mao“, sagt die Katze.
Ein Auftragskiller ist in die Jahre gekommen und bekommt von seinem Ziel eine Knarre an den Kopf gedrückt.
„Touché“, sagt das Ziel.
Ein Wolf sucht die Wahrheit, eine andere Person findet sie… werden sie sich treffen?
„Alles, was geschieht, ist richtig“, sagt der Spionagesatellit „Unseres großen Führers wachsames Auge im Himmel kennt keinen Schlaf“.

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Kopfstand #35

Special guest: Jacke Schwarz

„Mit quiteschenden Reifen fährt eine Limousine in den Erlebnispark „Gruwa 3000“. Sie verfährt sich im Bermuda-Dreieck des Parkhauses und kommt nie wieder heraus, doch nach drei Tagen und drei Nächten wankt ein champagnergetränkter Elch aufs Plenum. Der Elch spürt eine Aufgabe durch seine Adern fließen, aber weiß der Geier, was für eine Aufgabe das ist.
Der Geier kreist derweil überm Himalaya. Dort ist es zwar ziemlich kalt für derartiges Federvieh, aber hier findet ein Duell statt, das er sich nicht entgehen lassen will. Das Ordnungsamt beruft derweil einen alten Pyromanen zurück in den Dienst; und der würde gegen die Kälte gerne mal wieder einen falsch geparkten Wagen anzünden. Irgendwo anders zerplatzt ein Paar Träume, an anderer Ecke wächst jedoch schon das Nächste heran. Schließlich gibt es immer irgendwo irgendwelche Schlafmützen.
Die eine Person, die in dem Ganzen noch nicht völlig den Verstand verloren hat, verliert ihn. Und findet ihn wieder. Und findet anschließend etwas Verhängnisvolles heraus…“

Einlass: 20:00
Beginn: 20:30

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