Kopfstand #42

+++ Wie immer Lesung mit Musik +++ Special Guest: Esels Alptraum +++ Was bisher geschah:

„Die Operation Feldsalat ist in vollem Gange. Ist klar. Sie wurde ja im Kopfstand 41 gestartet. Ist also noch gar nicht so lange her. Haben ja auch ein paar Leute mitbekommen. Schreiben wir hier trotzdem nochmal hin. Damit alle bescheid wissen.

Ansonsten: Nervenauf- und Sinnesüberbrüche, abgebrochene Unterbrechungen, aufgebrochene Zusammenbrecher, überbrüchige Verbrechen, zwischengebrochene Gebrechen und Brecht.“

07.11.19 – 20:00 – Supamolly

Kopfstand #41

„Aus den Trümmern eines mal dagewesenen Techno-Kunst-Cafés erheben sich einige Personen, manche bleiben aber auch liegen. Dazwischen hängt ein Typ in der Luft, aber nicht lange, nur so lange, wie man braucht, um mit einem Motorrad über zwanzig Busse zu springen; und zwar, weil man sich davon die Auflösung seiner Komplexe verspricht.
Eine andere trägt darunter ihre eigene Hand in der Hand und hofft auf Genesung, während eine noch ganz andere sich auf die Suche nach ihrem Inneren Plenum begibt (Om).
Manche türmen, manche jagen, alle stellen sich ziemlich blöd dabei an. Es gibt auch welche, die leiden unterm vertikalen Jojo-Effekt. Außerdem: Dinge im Halteverbot, Zeitlöcher, Wurmreisen, Salatblätter zwischen Zähnen, ein nordkoreanischer Sattelit namens „Unseres geliebten Führers wachsames Auge im Himmel kennt keinen Schlaf“. Dann gibt es da noch diese eine Figur, die noch niemand kennt. Und Galileo.“

03.10.19 – 20:00 – Supamolly


Kopfstand-Sommerpause, Audios, Festivals

Zurzeit ist viel los, das lässt sich ohne Übertreibung unanfechtbar in den Raum stellen. Kopfstand Staffel 5 und die Sonderfolge #40 sind über die Bühne gegangen, Texte wurden verlesen, Lieder wurden gespielt und Haare wurden geschnitten. Großen Dank an dieser Stelle an all unsere Gäste, an #besetzten, an Robert für die Fotos und natürlich an den Ton, das Licht, die Bar, den Einlass, die Kochcrew und die Abendverantwortlichen. Und überhaupt an das ganze Supamolly für diese tolle Saison! Schön ist es bei euch!

Wir werden nach und nach Aufnahmen unserer vergangenen Kopfstände veröffentlichen – wir beginnen an dieser Stelle mal mit dem 30. Kopfstand vom April 2018.

Außerdem spielen und lesen wir im Sommer als Kopfstand auf dem Seasite-Festival in Lietzen und beim Mellow Jam. Auf dem Tropen Tango werde ich mich mal an einem längeren Solo-Programm versuchen.

In diesem Sinne: Auf geht`s – wir sehen uns, wenn wir uns sehen!

Gib doch nicht das Übersprechen verdann

Gib mir ein Wort, ich reiß es fort an einen anderen Ort, wo ich es fort-während seziere, inszeniere und mit seinen Einzelteilen spiele, viele Worte wurden schon gesagt, nichts wurde gewagt, dafür sind wir zu zart, zu jung, zu alt und zu hart, schwer zu beschreiben, um beim Problem zu bleiben, mit den Gezeiten zeigen sich die Zeichen, die andere Zeichen mit der Zeit erweichen, nicht zu begreifen diese leichten Schwierigkeiten, die schwierige Keilereien nach sich ziehen, ziehen wir weiter, denn weiterhin zieht nichts, von nichts kommt immer was anderes, als das, was man denkt, denken wir doch mal an was Schönes, schön ist immer, das, was passiert, wenn man gerade was anderes macht, was, wenn wir etwas anders machen, macht uns das anders und was machen andere damit, da mitzukommen ist schwierig, aber möglich, möglicherweise schwierig, da hinzukommen, wo würden wir denn da hinkommen, wenn man das täte, täte das weh, Wehe-menz wäre wichtig und wehe, es klappt nicht, Verheißung, nichts Gutes oder was Schlechtes, heiß ist die Gutheißung der Schlechtmachung und die Gutmachung der Schlechtheit, Heiterkeit ist allzeit bereit und macht sich breit, man weiß nur nicht, wo, wo nicht die Heiterzeit breitkeit weiß, ist wo man nicht heißt, dass die Allheit bereits Verweisung bereitet, das leuchtet ein, oder, leuchte dir Einen rein oder lass es sein, sein Leuchten kann er mal schön sein lassen, es leuchtet so lass, dass Schönheit auf lange Sicht nicht sein kann, was sie verspricht, brich das Versprechen und dann übergib dich, gib doch nicht das Übersprechen verdann

Ist doch scheiße, jawohl.

Kopfstand #38

 Lesebühne mit Musik – 04.04.19 – Supamolly – Einlass:20:00 – Beginn: 20:30

„Wenn du Sadomaso willst und Larifari bekommst… Wenn du 37 ohne Curry bestellst, das aber die 73 wäre… Wenn du noch gar nicht weißt, dass du deinen Partner betrügst, dein Partner aber schon… Wenn dir plötzlich auffällt, was „Plenum“ eigentlich für ein komisches Wort ist… Wenn der nordkoreanische Geheimdienst dein Hausprojekt infiltriert…
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Kopfstand #37

Mit Sahara B, Der Papst, seine Frau und sein Porsche und Special Guests

Doors: 20:00
Show: 20:30

„Feministische Hirsche laufen durch die Welt und zeigen den echten Mackern ihr großes Geweih. Intellektuelle Elche trinken Rotwein und drücken sich so gewählt aus, dass sie niemand mehr versteht. Wütende Elchkühe langweilen sich auf einem Plenum. Verliebte Hirschkühe brauchen Nachhilfe in Realitätsstudien und erweisen sich als schwerer Fall. Ehemalige Ordnungsamtbeamte hadern zwischen Anarchie und dem absoluten Halteverbot. Ehemalige Auftragskiller kommen von einem Auftrag zurück, der nicht das war, was er zu sein schien. Alleinerziehende Mütter haben Wölfe als Mitbewohnis und sind einer politischen Verschwörung auf der Spur. Einsame Computernerds wagen den Ausbruch aus der Kellerwohnung und suchen einen koreanischen Übersetzer auf.
Und die Welt dreht sich weiter. Wir wissen nur nicht, wohin.“

https://kopfstand.blogsport.de

Kopfstand 36

Am 7.2.19 – Einlass 20Uhr – Beginn 20:30

Ein Künstler-Elch tritt sein Stidpidem… Stipidu… Stipendidium an und versucht, bei einigen Crust-Punker-Wildschweinen ein Glas Rotwein zu bestellen.
„Erstmal Abstand“, sagt das Wildschwein.
Teile des Ordnungsamtes arbeiten für den nordkoreanischen Geheimdienst und sind dabei auf wundersame Weise in eine ominöse Politgruppe geraten.
„Mao“, sagt die Katze.
Ein Auftragskiller ist in die Jahre gekommen und bekommt von seinem Ziel eine Knarre an den Kopf gedrückt.
„Touché“, sagt das Ziel.
Ein Wolf sucht die Wahrheit, eine andere Person findet sie… werden sie sich treffen?
„Alles, was geschieht, ist richtig“, sagt der Spionagesatellit „Unseres großen Führers wachsames Auge im Himmel kennt keinen Schlaf“.

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Kopfstand #35

Special guest: Jacke Schwarz

„Mit quiteschenden Reifen fährt eine Limousine in den Erlebnispark „Gruwa 3000“. Sie verfährt sich im Bermuda-Dreieck des Parkhauses und kommt nie wieder heraus, doch nach drei Tagen und drei Nächten wankt ein champagnergetränkter Elch aufs Plenum. Der Elch spürt eine Aufgabe durch seine Adern fließen, aber weiß der Geier, was für eine Aufgabe das ist.
Der Geier kreist derweil überm Himalaya. Dort ist es zwar ziemlich kalt für derartiges Federvieh, aber hier findet ein Duell statt, das er sich nicht entgehen lassen will. Das Ordnungsamt beruft derweil einen alten Pyromanen zurück in den Dienst; und der würde gegen die Kälte gerne mal wieder einen falsch geparkten Wagen anzünden. Irgendwo anders zerplatzt ein Paar Träume, an anderer Ecke wächst jedoch schon das Nächste heran. Schließlich gibt es immer irgendwo irgendwelche Schlafmützen.
Die eine Person, die in dem Ganzen noch nicht völlig den Verstand verloren hat, verliert ihn. Und findet ihn wieder. Und findet anschließend etwas Verhängnisvolles heraus…“

Einlass: 20:00
Beginn: 20:30

-> Veranstaltung auf Facebook

Prolog: Der Anspruch steigt und das Niveau sinkt

„Das Team vom Kopfstand hasst Leute, die zu viele Redewendungen benutzen. Solche Personen gibt es wie Sand am Meer. Diese Menschen sollten einfach mal die Beine hochlegen und Fünf gerade sein lassen, anstatt immer zu sagen, der Drops sei gelutscht. Es ist noch nicht aller Tage Abend und wenn die Nacht am Tiefsten ist, ist der Morgen schließlich am Nächsten. Ok, in unseren innersten Tiefen glauben wir vielleicht nicht immer daran. Es sind bekanntlich die stillen Wasser, die dafür am Besten geeignet sind. Also Butter bei die Fische, ist doch Jacke wie Hose, was passiert, irgendwie geht es immer weiter und das wird schon wieder alles gut. Bis du heiratest, ist das wieder weg, dann heiratest du allerspätenstens dann kommt es wieder. Ätsch. Aber erstmal abwarten und Tee trinken. Und andere Mütter haben auch Tee, aber lieber die Taube im Sack als die Katze auf dem Dach oder wie war das? Früher war das anders, da hat es sowas nicht gegeben. Da blieb der Schuster bei seinen Leisten und ab die Post. Aber welche Post? Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt – er will lieber dahin gehen wo der Pfeffer wächst. Doch der Pfeffer hat bereits alle Hände voll damit zu tun, auf Godot zu warten. Und das auch noch an einem Bahnhof, den er nicht versteht. Da hat sich das Blatt gewendet. Da ist der Hund allein auf weiter Flur. Aber man soll ja auch nicht immer alles über einen Kamm scheren, nachher sieht das noch aus wie bestellt und nicht abgeholt. Da wird man möglicherweise aus allen Wolken fallen, bevor schließlich final ins Gras gebissen wird. Also lieber am Rad drehen bis man im Dreieck springt. Oder auf die Kacke hauen und auf die Barrikaden gehen. Aber nicht gleichzeitig. Das sieht dann wirklich aus, als hätte man nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Aber was nun, wenn man Bohnen in den Ohren hat? Dann kann man immer noch das Fass ins Rollen bringen, aber das ist auch eine ziemliche Sisyphos-Arbeit. Und man sollte auch nicht ewig das Haar in der Suppe suchen, denn wie ihm*ihr*sie*wir*dir*. Was ist also nun mit diesem Kamm, ist er das fünfte Rad am Wagen und lässt man diese Fünf eben wie angekündigt gerade sein, noch dazu zur rechten Zeit am rechten Ort? Nein, wir denken, der Braten wurde gerochen, aber der Affe zieht es trotzdem vor, dem Affen Zucker zu geben. Natürlich streut er damit Salz ins Feuer und gießt Öl in die Wunde, aber wer schön sein will, muss eben den Kürzeren ziehen. Wer leidet, kann immerhin noch den Mond anbellen. Der Körper ist willig, aber der Geist sitzt im Glashaus und schmeißt mit Brücken, die hinter sich abbrechen.
Also: Die Bretter, die die Welt bedeuten, die haben wir vor allem vorm Kopf.“